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- Pressemitteilung -

Coronavirus und Versicherungsschutz für Unternehmen:
Der unabhängige Versicherungsmakler LEUE & NILL informiert.

Dortmund, 18. März 2020. Viele Unternehmen stellen sich die Frage, inwieweit sie gegen mögliche Folgen durch das Coronavirus versichert sind. LEUE & NILL, einer der großen unabhängigen internationalen Versicherungsmakler in Deutschland, informiert über grundlegende Aspekte des Versicherungsschutzes – und zieht eine Zwischenbilanz.

„Eine Pandemie mit Ausmaßen des Coronavirus ist eine Herausforderung, für die auch die Versicherungswirtschaft keine vollumfänglichen Lösungen bieten kann“, erklärt Jörg Westecker, Prokurist und Leiter Industrie-Koordination bei LEUE & NILL. Zurzeit werden die meisten finanziellen Schäden, die durch Corona entstehen, durch laufende Versicherungspolicen nicht abgedeckt. Dies gilt zum Beispiel für Betriebsunterbrechungen und Umsatzausfälle. „Für die Zahlung einer Entschädigung aus der Betriebsunterbrechungs-Versicherung ist ein vorangegangener Sachschaden durch eine vertraglich versicherte Gefahr Voraussetzung“, so Westecker.

Zwar hätten Rückversicherer und der Londoner Versicherungsmarkt in der Vergangenheit vereinzelt Deckungen für Umsatz- und Gewinneinbrüche durch Pandemien angeboten. Ebenso greife eine Betriebsschließungs-Versicherung, wenn Unternehmen auf behördliche Anordnung auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes schließen müssten. Doch könne nach aktuellem Kenntnisstand keine Versicherung mehr im Zusammenhang mit dem Coronavirus abgeschlossen werden.

Die Haftpflicht-Versicherung könnte Deckung bieten, wenn sich Personen im Betrieb mit dem Virus anstecken, weil gebotene Vorsorgemaßnahmen seitens des Unternehmens vernachlässigt oder unterlassen wurden.

Der durch Absage oder Verschiebung einer Messe entstehende finanzielle Schaden könnte durch eine bereits vor dem Ausbruch des Coronavirus abgeschlossene Veranstaltungsausfall-Versicherung gedeckt sein. Verschiedene Versicherungskonzepte schließen aber gerade Pandemien als Grund aus.

„Eine echte Ausnahme bilden die gesetzliche und die private Kranken-Versicherung, über die alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Deutschland bei einer Infizierung mit dem Virus versichert sind“, erklärt Westecker. Bei Angestellten, die im Ausland tätig sind, würde die Auslandsreisekranken-Versicherung gesondert greifen, deren Abschluss vor dem Antritt der Reise grundsätzlich zu empfehlen ist. Ansonsten ist der Arbeitgeber per Gesetz verpflichtet, die durch eine Krankheit entstehenden Kosten zu tragen.

Soweit Unternehmen noch keinen Notfallplan entwickelt haben, sollte dies unverzüglich geschehen. Dieser sollte Maßnahmen zur Minimierung des Ansteckungsrisikos sowie zur Aufrechterhaltung der Produktion und sonstigen betrieblichen Tätigkeiten enthalten. Darüber hinaus sei es ratsam, dass Betriebe die Kunden- und Lieferantenverträge auf Klauseln zu „höherer Gewalt“ überprüfen: Gegebenenfalls beinhalten derartige Klauseln die vorübergehende Befreiung von Liefer-, Leistungs- oder Zahlungsfristen. Des Weiteren sollten auch die Möglichkeiten zum Ausweichen auf andere Lieferanten untersucht werden.

Eine weitgehend unterschätzte Gefahr sieht Westecker in der zunehmenden Home-Office-Arbeit. „Die verbreitete Nutzung privater Geräte kann Hackern die Tore zu sensiblen Informationen öffnen. Wir empfehlen Unternehmen dringend, IT-Experten zu Rate zu ziehen und entsprechend hohe Sicherheitsvorkehrungen zu treffen“, betont Westecker.

Bei einem Arbeitsunfall sollten Arbeitnehmer im Home-Office eigentlich über die gesetzliche Unfall-Versicherung abgesichert sein. Allerdings müsse eine Verletzung unmittelbar mit der beruflichen Tätigkeit zusammenhängen. Laut Urteil des Sozialgerichts München vom 04.07.2019 (AZ: S 40 U 227/18) war ein Arbeitnehmer, der im Home-Office arbeitete und auf dem Gang zur Toilette verunglückte, nicht durch die gesetzliche Unfall-Versicherung geschützt.

 

Firmenkontakt: LEUE & NILL GmbH + Co. KG, Hohenzollernstr. 2-6, 44135 Dortmund
Telefon: 0231 / 54 04 – 0
E-Mail: info@leue.de

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